EGSE, Testing & Simulationen

Zur Entwicklung der Weltraum-Instrumentation gehört das elektronische Equipment, Programme und Software. All dies wird speziell für das Instrument entwickelt und zugeschnitten und unter "Electronic Ground Support Equipment" (EGSE) zusammengefasst. Es spielt eine wichtige Rolle im Entwicklungsprozess und innerhalb der vielen Test-Kampagnen. Ähnlich wie bei unserer Flug-Software entwickeln wir unsere eigenen Tools, was uns erlaubt, die neuesten Technologien mit maximaler Flexibilität einzusetzen.

  • Zentrales Checkout-System (CCS)

Wir haben ein CSS entwickelt, das auf Python, GTK3, SQL und Automated Testing basiert, was den Entwicklungsprozess der Flug-Software erheblich erleichtert. Die Test-Scripts sind in Python geschrieben und können interaktiv Schritt für Schritt oder voll-automatisch befehligt werden. Das Haupt-Charakteristikum unseres CCS ist die Echt-Zeit-Überwachung des TM/TC von verschiedenen Quellen aus. Die Interfaces der Flug-Software, wie SpaceWire oder Milbus, funktionieren mittels Sockets, wodurch einfacher zwischen Simulatoren und der echten Hardware-Einheit umgeschaltet werden kann. Unser CCS ist enorm tauglich für eine 'quick-look' Analyse und bietet - da in Python geschrieben - auch dem Benutzer extreme Erweiterungsmöglichkeiten. Das CSS ist so leistungsfähig, dass es sogar für In-Orbit-Commisioning verwendet werden kann.

  • Simulation von On-Board-Units

Wir haben ein Portfolio von Simulatoren entwickelt, das uns die Emulation von Funktions-Einheiten innerhalb des On-Board Datenstroms erlaubt, und diese mit anderen Einheiten oder mit den tatsächlichen Hardware-Interfaces mittels I/F-Routern verbindet. Genaugenommen können wir ein komplettes Weltrauminstrument simulieren und natürlich profitieren wir von diesen Fähigkeiten während der Entwicklung der Flug-Software.

  • I/F-Router

Für Hardware-Interfaces, die üblicherweise im Weltall benutzt werden wie SpaceWire oder Milbus, verwenden wir am Boden Routing-Interfaces. Durch diese Vorgangsweise verfügen wir über maximale Flexibilität bei der Verbindung der Simulatoren mit der echten Hardware-Einheit und so wird auch erst das Remote-Testing der Hardware möglich.