BASKET

BASKET bietet verschiedene Arten von Integer Wavelet-

Transformationen, um die Decorrelation gefolgt von der Kompression durchzuführen.

Das Projekt

Die Universität Wien entwickelt On-board Software für Satelliten zur Datenverarbeitung, wobei der Schwerpunkt auf der Datenkompression liegt. So ist eine derartige Software z.B. an Bord des äußerst erfolgreich betriebenen Herschel/PACS Instrument zur Anwendung gekommen, als auch im Falle der kleinen Satelliten der BRITE-Constellation (sogenannte 'Cube-Sats').  Laufende Arbeiten konzentrieren sich auf CHEOPS, SAFARI und PLATO. Unser Team ist außerdem darum bemüht, die verschiedenen Funktionen durchzusehen, die für Herschel entwickelt wurden, und arbeitet daran eine Software-Bibliothek zu generieren, um die Arbeit für zukünftige Missionen zu erleichtern. Diese stellt sozusagen einen Warenkorb ('shopping basket') an Algorithmen dar und ist in vier Gruppen unterteilt: Hilfsfunktionen (z.B. circular buffers), Preprocessing-Funktionen (z.B. zur Kalibration), verlustfreie Datenkompression (arithmetisches oder Rice Coding) und verlustbehaftete Reduktionsschritte (Ramp Fitting etc.).  ”BASKET” liefert somit alle notwendigen Schritte, um eine Abfolge einer On-Board Datenverarbeitung zu kreieren.

Der Quellcode ist in C geschrieben und wird ergänzt durch optimierte Versionen in Assembler, und zielt auf beliebte CPU Architekturen für Weltraum-Anwendungen ab.
Die BASKET On-board Software-Bibliothek ist Open Source wird ständig erweitert.

Das Team

Armin Luntzer, Roland Ottensamer und Franz Kerschbaum

Projekt-Status

Mitte 2014 wurde BASKET an den GR712RC Dual-Core LEON3FT SPARC V8 Prozessor portiert. Dies war Teil der Software-Entwicklung der Universität Wien für die ESA S-Klasse Mission CHEOPS. Es war dies die erste Gelegenheit, BASKET bei einer weltraumbasierten Prozessor-Architektur anzuwenden, die ein konventionelles Multi-Core Modell in der Flight-Hardware benutzt. Daher wurde speziell auf die Möglichkeiten der mehrsträngigen Anwendung von Algorithmen geachtet.

Finanziert durch

Universität Wien